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Das erste Klimafrühstück der Klimabotschafter

Das erste Klimafrühstück: nachhaltig, informativ und ideenreich und einfach schön.

Am Samstag den 06. April war es soweit, unser erstes gemeinsames Klimafrühstück. In gemütlicher und geselliger Runde ließen sich Klimabotschafter und Klimabotschafterinnen mit Freunden und Partnern das Frühstück schmecken. Ganz nach dem Motto klimaneutral und nachhaltig, waren die meisten Produkte für Veganer geeignet und kamen aus einen Bioladen oder frisch vom Markt, von regionalen Bauernhöfen. Kaffee und Tee waren Fair Trade und Bio. Übrigens: Selbst die Nichtveganer unter uns haben den Unterschied zu nicht veganem Brot oder Brötchen kaum gemerkt! Es war einfach lecker.

Auch inhaltlich stand das Thema Ernährung im Mittelpunkt. Von allen hoch gelobt wurde der Vortrag von Julia Hartkemeyer vom und über den CSA Hof Pente. CSA steht für Community supported agriculture und hier wird die Idee einer gemeinschaftsgetragenen Landbaukultur und solidarischen Landwirtschaft authentisch gelebt. Die Lebensmittel werden nicht mehr vermarktet und vertrieben, sondern gehen direkt an die Mitglieder. Durch den gemeinsam finanzierten und dadurch für alle durchschaubaren (Wirtschafts)-kreislauf übernehmen Mitglieder und Produzenten gemeinsam Verantwortung für die Lebensmittelproduktion. Dadurch kann jeder erleben, wie ihre Entscheidungen Kulturlandschaft gestaltet und Artenvielfalt ermöglicht. Eine super Idee –wie alle Klimabotschafter empfanden.

Ergänzt wurde dieser rundum überzeugende und motivierender Vortrag durch die Vorstellung der Initiative Foodsharing in Osnabrück von Dennis Leibeling, der sich als ehrenamtlicher Foodsharer mit großem Engagement für die Weiterverwertung der Lebensmittel und gegen deren Verschwendung einsetzt. Anschaulicher und einleuchtender als durch die Vielfalt und Vielzahl der mitgebrachten Produkte hätte Dennis Leibeling nicht aufzeigen können, wie viel in unserer Gesellschaft weggeschmissen wird, was essbar und lecker ist. Die Palette reichte von Obst und Gemüse über Süßigkeiten wie Schokolade, Honig und Marmelade, Puztsalat, Soßen und Marinaden, es war praktisch von allem etwas da. So war es keine Frage, dass nach diesen beiden Vorträgen eine anregende und teils hitzige Diskussion stattfand. Vielen Dank an beide Referenten für die gelungenen und bereichernden Beiträge.

Anschließend wurde es interaktiv. Neben dem „Füllen“ eines Klimatellers konnten in einem von unserer FÖJlerin Julia entwickelten Quiz in Badezimmer, Wohnzimmer, Küche und Waschküche Energietaler eingesetzt und gespart werden. Es ergaben sich durchaus unerwartete Aha-Erlebnisse. Denn nicht alle Energietaler landeten im Portemonnaie, sondern waren verloren. Selbst die Organisatoren konnten hierbei etwas lernen.

Zum Abschluss war Mitgestaltung gefragt. Es ging um die Weiterentwicklung unseres Netzwerkes, aber auch um Ideen und Empfehlungen für Projekte der Stadt Osnabrück. Alexandra Peitsch, selbst Klimabotschafterin hat sich in ihrer Masterarbeit der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie mit konkreten Vorschlägen für das Netzwerk der Klimabotschafter gewidmet. Nach einer kurzen Vorstellung wurde alle Vorschläge diskutiert, verglichen und priorisiert. Als nächstes konnten die Klimabotschafter für den Masterplan 100 % Klimaschutzprozess der Stadt Osnabrück für das Handlungsfeld Ernährung Ideen und Empfehlungen geben. Vielen Dank für alle eure Hinweise und Anregungen, die wir in mit die Erarbeitung von Projekten und Maßnahmen nehmen werden.

Rundum ein interessantes, abwechslungsreiches Klimafrühstück mit anregenden Diskussionen und motivierenden Gesprächen und vor allem mit tollen Gästen. Vielen Dank, es hat Spaß gemacht.