Login

News - Aktuelles rund um das Thema "Klimaschutz"

Interkommunale Kooperation mit privatem Partner

Die Gemeinden Wallenhorst und Belm betreiben künftig gemeinsam mit der Wallenhorster DEPO GmbH eine Windkraftanlage. Sie steht in Belm-Haltern und produziert Strom für rund 1.700 Haushalte. Bürgermeister Otto Steinkamp und Guido Pott, Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeindewerke Wallenhorst, besichtigten die Anlage am Montag (19. September).

„Die Windenergieanlage ist fertiggestellt sowie vom Hersteller eingestellt und abgenommen worden, sodass sie bald in Betrieb genommen werden kann“, erläutert Martin Kock, Geschäftsführer der DEPO GmbH, die die Windkraftanlage nach einem langjährigen Vorlaufprozess projektiert und erstellt hat. Gemeinsam mit den Gemeinden Wallenhorst und Belm soll sie nun betrieben werden. Die Kommunen haben sich in den letzten Monaten über die verschiedenen Modelle ausgetauscht und hier intensiv mit der DEPO GmbH zusammengearbeitet. Im Ergebnis beteiligt sich für die Gemeinde Wallenhorst deren Tochterunternehmen Gemeindewerke Wallenhorst GmbH und für die Gemeinde Belm der Wasserverband Wittlage zu je einem Drittel an der Anlage.

„Geplant ist, dass die Anlage Strom für umgerechnet gut 1.700 Haushalte erzeugt“, zeigt sich Guido Pott von der Beteiligung überzeugt. Bürgermeister Otto Steinkamp, zugleich Geschäftsführer der Gemeindewerke Wallenhorst, ergänzt: „Die derzeitige Energiekrise zeigt uns, dass wir mit Windenergie absolut auf dem richtigen Weg sind.“

Die Windenergieanlage vom Typ Vestas V112 hat eine Leistung von 3,45 Megawatt. Die Nabenhöhe beträgt 143 Meter. Die Anlage soll pro Jahr etwa 7.000 Megawattstunden Strom erzeugen, was dem Stromverbrauch von umgerechnet etwa 1.700 Vierpersonenhaushalten entspricht. Um den Schutz von Vögeln und Fledermäusen zu gewährleisten, verfügt die Anlage über eine Abschalteinrichtung.

Foto: Bürgermeister Otto Steinkamp, Guido Pott, Martin Kock und DEPO-Gesellschafter Dr. Arndt Schumacher (von links) besichtigen die Windenergieanlage (Fotoquelle: Gemeinde Wallenhorst, September 2022)

Weiterlesen

Verkehrsministerium verleiht der Stadt erneut das Zertifikat

Osnabrück darf sich für weitere fünf Jahre „Fahrradfreundliche Kommune“ nennen. Im Namen von Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann hat Staatsekretär Dr. Berend Lindner die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen“ verliehen. Die Städte Hameln und Lingen haben sich ebenfalls erneut mit Erfolg um das Zertifikat beworben.

 

Stadtbaurat Frank Otte: „Wir freuen uns sehr über die Rezertifizierung als fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen. Sie bestätigt uns darin, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, den Radverkehr in Osnabrück voranzubringen.“ Frank Otte fasst zusammen: „In den vergangenen fünf Jahren haben wir mit herausstechenden Projekten wie der protected bike lane, dem Radschnellweg oder dem begonnenen Bau der neuen Radstation gezeigt, welche Qualitäten wir in der Radverkehrsinfrastruktur erreichen können. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, dies in der ganzen Stadt an vielen Stellen umzusetzen.“

Voraussetzung für die Zertifizierung ist eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK) und ein bestehendes Konzept zur Radverkehrsförderung. In die Bewertung fließen dabei alle Handlungsfelder der Radverkehrsförderung ein: konzeptionelle Ansätze, die finanzielle und personelle Ausstattung, das Fahrradklima, die Infrastruktur, die Verkehrssicherheitsarbeit sowie der Berufsradverkehr und der Fahrradtourismus. Nur, wer in allen Felder gut aufgestellt ist, kann zertifiziert werden.

In diesem Jahr haben sich drei Kommunen für die erneute Zertifizierung beworben – alle drei haben diese erhalten. Eine vom Land eingesetzte Jury bewertete die Bewerbungen. Die Jury besteht aus Vertretern des niedersächsischen Verkehrsministeriums, der niedersächsischen Straßenbauverwaltung, des AGFK-Vorstandes und der AGFK-Geschäftsstelle, der kommunalen Spitzenverbände, des ADFC Niedersachsen, der TourismusMarketing Niedersachen, der Landesverkehrswacht Niedersachen sowie den verkehrspolitischen Sprechern aller Landtagsfraktionen.

 

 

Das obige Textmaterial stammt aus der Pressemitteilung der Stadt Osnabrück.

Weiterlesen

Neue Patenprojekte der Mobilen Zukunft vorgestellt

Das Team der Mobilen Zukunft der Stadt Osnabrück kümmert sich seit 2016 um sogenannte Patenprojekte, bei denen die Verwaltung zusammen mit politischen Vertretern, Institutionen und Vertretern aus der Wirtschaft Projekte zur Verbesserung der Mobilitätsangebote in Osnabrück umgesetzt werden.

 

Zurzeit befinden sich die Patenprojekte der zweiten Generation vom Coworking-Space bis hin zum Verleih inklusiver Fahrräder in der Planung. Diese sollen bis 2023 umgesetzt werden. Für mehr gesellschaftliche Vernetzung soll ein Coworking-Space im Büro Mobile Zukunft am Berliner Platz sorgen. Das von Brigitte Strathmann, Stadt Osnabrück, und Ulrich Schepers, Stadtwerke Osnabrück, Projekt ist bereits umgesetzt. Der Coworking-Space kann täglich am Berliner Platz 1 besucht und genutzt werden.[...]

Unter dem Motto „inklusiv unterwegs“ sollen drei Spezial-Fahrräder für Menschen mit Handicaps angeschafft und in Kooperation mit dem Verein Lebenshilfe Osnabrück e.V. zum Verleih angeboten werden. In einem sogenannten Rollstuhlfahrrad wird durch eine kippbare Auffahrtsplatte der Transport im eigenen Rollstuhl ermöglicht. Im anderen Modell wird die zu transportierende Person in einem verstellbarem Sitz als Beifahrer bewegt, das dritte Modell funktioniert als Tandem-Fahrrad.[...]

Beim Projekt „Mobile Stadtgärten“ werden zunächst modulare Stadtmöbel und Pflanzen auf ausgewählten Parkplätzen in der Innenstadt aufgestellt und bieten Fußgängern und Radfahrenden kurzfristig mehr Aufenthaltsqualität. In einem zweiten Schritt werden diese Parkstände dann dauerhaft entsiegelt, begrünt und mit Sitzmöglichkeiten versehen, während die „Mobilen Stadtgärten“ auf den nächsten Parkplatz ziehen.[...] Ebenfalls in Planung ist eine multifunktionale Quartiersgarage für Anwohnende im Bereich des Moskaubads. In der Garage sollen weitere Dienstleistungen wie Fahrradparken, öffentliches E-Laden oder eine Paketstation kombiniert werden. Mit der Inbetriebnahme sollen dann öffentliche Pkw-Stellplätze im Umkreis weichen und in Grünflächen umgewandelt werden.[...] Ein weiteres Patenprojekt ist die Einrichtung mehrerer smarter Ladezonen im Innenstadtbereich, um die Große Straße in den Hauptgeschäftszeiten vom Lieferverkehr freizuhalten.[...]

Für sichere Schulwege wollen Malte Wanzek, Stadt Osnabrück, und Markus Pörtner, Verein für Baukultur e.V., sorgen und Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern dazu bewegen, das Auto auf dem Schulweg stehen zu lassen.[...] Damit auch Schulkinder nicht im Regen stehen müssen, während sie auf den Bus warten, plant ein weiteres Patenprojekt die Errichtung von Kleinstunterständen an Bushaltestellen, wo eine normale Buswartehalle keinen Platz finden würde. [...]

Von diesen neuen Wartehallen aus könnte es bald auch Wanderrouten geben. Denn mit dem „WanderBus“ sollen Interessierte auf ruhigen Wegen das direkte Umfeld der Stadt Osnabrück erkunden können. Start und Ziel ist dabei immer eine Bushaltestelle im Stadtgebiet. Dies soll verdeutlichen, wie nah Erholung auch ohne Anreise mit dem eigenen Pkw bzw. beinahe vor der Haustür möglich ist. [...]

 

 

Die obigen Textauszüge stammen aus der Pressemitteilung der Stadt Osnabrück. Die vollständige Pressemitteilung ist hier zu finden.

Weiterlesen

Auf den Osnabrücker Friedhöfen

Zwei große Flächen haben Friedhofsgärtner Robin Tepe und seine Kollegen am Friedhof Sutthausen vorbereitet. Die Flächen wurden erst abgeschält und dann mehrmals gefräst, Steine rausgeklaubt und anschließend durchgehakt. „Denn noch bis Ende Oktober ist der richtige Zeitpunkt um mehrjährige Blühflächen mit regionalem Saatgut, der Osnabrücker Wildblumenmischung, anzulegen“, erklärt Frank Bludau vom städtischen BienenBündnis.

 

Robin Tepe streut das Saatgut per Hand aus. Die Wildblumenmischung ist mit Maisschrot vermischt, um das Aussäen zu erleichtern. Die Samen sind teilweise so klein, dass sonst entweder zu viel oder zu wenig auf der vorbereiten Fläche landet.

Osnabrück soll eine bienenfreundliche Stadt sein - das hat der Rat 2013 beschlossen und die Naturschutzverwaltung beauftragt Maßnahmen zu entwickeln, die Osnabrück bienenfreundlicher gestalten - in Kooperation mit verschiedenen Institutionen. Daraus ist das Osnabrücker BienenBündnis entstanden. Von der wissenschaftlichen Aufarbeitung durch die Hochschule, über den praktischen Umgang mit Bienen und Bienenvölkern durch die Imker, bis zur Anlage von Blühstreifen durch örtliche Landwirte werden alle Aspekte zum Thema „Bienen“ betrachtet.

Derzeit gibt es in Deutschland mindestens 565 Wildbienenarten, in Niedersachsen 365 und im Stadtgebiet von Osnabrück konnten bisher mindestens 100 Arten festgestellt werden. Die Nutzung des Landes ist inzwischen so intensiv geworden, dass immer mehr Insekten in Bedrängnis geraten. So finden sich rund 60 Prozent der heimischen Wildbienen auf der Roten Liste. Eva Güse, Abteilungsleiterin Friedhöfe und Bestattungswesen beim Osnabrücker ServiceBetrieb, hat mit der Hochschule Osnabrück und dem BienenBündnis geeignete Bereiche identifiziert. Die Biodiversität steht auch auf den Friedhofsflächen zunehmend im Vordergrund. Wildbienen und andere blütenbesuchende Insekten sind unverzichtbar für das ökologische Gleichgewicht. 43 Kilogramm „Osnabrücker Wildblumenmischung“ hat Eva Güse auf den Friedhöfen ausbringen lassen, rund ein halber Hektar an Blühwiesen, die in den kommenden Jahren die Friedhofsbesucherinnen und –besucher erfreuen werden. Schilder zeichnen die Flächen aus, denn zu Anfang kommen die sogenannten „Akzeptanzpflanzen“ wie Klatschmohn, Kornblume oder Kamille. In den nächsten Jahren ändert sich das Bild jährlich.

Robin Tepe wird nach dem Aussäen die Flächen noch walzen. „Auf keinen Fall mehr durchhaken“, mahnt Frank Bludau, „denn es sind Lichtkeimer, die dürfen nicht bedeckt werden“. Insgesamt hat das BienenBündnis schon 18 Hektar Blühwiesen angelegt. Ob auf Schulhöfen, in Grünanlagen, auf Fahrbahnteiler, an Feldrandsteifen oder auf Kompensationsflächen. Für Hobbygärtnerinnen und –gärtner gibt es eine Anleitung für die Vorbereitung der Fläche und das Aussäen. „Geduld braucht es auch“, weiß Frank Bludau, denn erst im Frühjahr sind die ersten Erfolge zu sehen.

Die Osnabrücker Wildblumenmischung ist noch bis Anfang Oktober in der Touristinformation in der Bierstraße erhältlich. Die Packungsgrößen gibt es für zehn oder 50 Quadratmeter.

 

 

Das obige Textmaterial stammt aus einer Mitteilung der Stadt Osnabrück. 

Weiterlesen

Politik muss Rahmenbedingungen für Umweltschutz als Wettbewerbsvorteil schaffen

Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) engagiert sich mit verschiedenen Aktivitäten für den Umwelt- und Klimaschutz – zum Beispiel mit eigenen Bio-Marken, einem größeren vegetarischen und veganen Angebot oder Energieeffizienzsteigerungen in den Filialen und Unternehmensstandorten. Insgesamt aber könnten die untersuchten Unternehmen ihren Einfluss und Handlungsspielraum deutlich stärker nutzen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts (UBA). Die größten Stellschrauben liegen demnach in den Bereichen Sortimentsgestaltung, Reduktion von Lebensmittelverschwendung und Sensibilisierung der Konsument*innen.

UBA-Präsident Dirk Messner: „Die Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel haben sehr viel Einfluss – sowohl auf die Produktionsbedingungen als auch auf das Konsumverhalten. Daraus erwachsen Handlungschancen und auch Verantwortung. Einige Unternehmen gehen hier schon voran und haben sich zum Beispiel ambitionierte Ziele für Klima- und Waldschutz gesetzt. Das Potenzial ist aber noch lange nicht ausgeschöpft: die Nachhaltigkeitsstrategien der Konzerne sind bis jetzt nur unzureichend verankert. So wird zwar viel von Umweltschutz und Nachhaltigkeit gesprochen, aber im Einkauf der Produkte, bei Preisgestaltung oder Werbung zum Beispiel sehen wir oft das Gegenteil. Hier ist auch die Politik ist gefragt: Sie muss entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, damit aktiver und konsequenter Umweltschutz zum Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen wird."

 

In der Studie wurde das Umweltengagement der acht umsatzstärksten LEH-Unternehmen Deutschlands (ALDI Nord, ALDI SÜD, EDEKA, Kaufland, Lidl, Netto Markendiscount, PENNY und REWE) systematisch in den Bereichen Lieferketten (Einkauf und Zusammenarbeit mit Lieferanten), eigene Standorte sowie Konsum (Interaktion mit Verbraucher*innen) bewertet. Bewertet wurden 22 Handlungsfelder, 43 Indikatoren und 112 Subindikatoren jeweils auf einer Skala von 1 (no practice) bis 5 (best practice). Im Mittel schneiden die Unternehmen zwischen 1,6 und 3 ab.

Vor allem bei der Berichterstattung zu Umweltzielen sowie bei Energieeffizienzsteigerungen in den Filialen und Produktionsstätten schneiden die Unternehmen eher gut ab.[...] Auch in Bezug auf Umweltkampagnen und Sensibilisierungsmaßnahmen erzielen die acht Supermärkte gute Ergebnisse. Insbesondere in den Bereichen Sortimentsgestaltung und Sensibilisierung von Konsument*innen nutzen die Unternehmen ihren Handlungsspielraum aber überhaupt nicht oder nur unzureichend.[...]

Die Studie empfiehlt den Unternehmen, ihr Nachhaltigkeitsmanagement insgesamt systematischer zu gestalten: Dazu sollten durchweg überprüfbare Ziele zur ökologischen ⁠Nachhaltigkeit⁠ gesetzt werden, in bessere Daten investiert sowie das Nachhaltigkeitsmanagement stärker mit Geschäftsführung, Einkauf und Warengruppenmanagement verknüpft werden.

Auch die Politik ist gefragt: Das ⁠UBA⁠ empfiehlt einen Politik-Mix aus finanziellen Anreizen – zum Beispiel Neuausrichtung der Mehrwertsteuer für Lebensmittel nach ökologischen Kriterien – und regulatorischen Maßnahmen. Dazu zählt beispielsweise die Internalisierung externer Kosten – Umweltkosten der Produktion, wie Luftverschmutzung oder Klimaschäden, die bislang von der Gesellschaft getragen werden, würden dabei eingepreist. Außerdem sollten Mindeststandards im Rohwareneinkauf, etwa für Palmöl oder Soja, eingeführt oder bestimmte, besonders schädliche Fangarten im Fischfang ausnahmslos verboten werden. Zudem sollte die Politik Rahmenbedingungen für eine transparente und besser vergleichbare Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen setzen.

 

 

Die obigen Textauszüge stammen aus der Pressemitteilung des Umweltbundesamtes. Die vollständige Pressemitteilung ist hier zu finden.

Weiterlesen

Online-Dialog offen für alle Interessierte und ihre Anregungen

Am 31. August 2022 wurde der Entwurf für das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) von der Bundesumweltministerin Steffi Lemke vorgestellt.

Klimaschutz und Naturschutz zu Natürlichem Klimaschutz vereinen – das ist der Kern des Programms, welches darauf abzielt, Ökosysteme zu stärken, wiederherzustellen und zu bewahren. Auf diese Weise soll der Erderhitzung sowie dem Artensterben simultan entgegengewirkt werden. Dafür gibt es von der Bundesregierung ein Budget von 4 Milliarden Euro, welches bis 2026 in 64 Maßnahmen im Bereich des Natürlichen Klimaschutzes investiert wird. Darunter fallen beispielsweise die Wiedervernässung von land- und forstwirtschaftlich genutzten entwässerten Moorböden oder die Vermehrung klimaangepasst bewirtschafteter und naturnaher Wälder.

Für eine maximale Effizienz des Programms werden Akteur:innen in den Verwaltungen, Verbänden und interessierte Bürger:innen vor Ort um Vorschläge und Ideen zur Planung gebeten. Diese können bis zum 28. Oktober 2022 im Online-Dialog des Bundesumweltministeriums eingereicht werden. Anschließend werden die Hinweise ausgewertet und dienen dann der Fortentwicklung des Entwurfs des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz. Der Kabinettbeschluss soll möglichst früh im Jahr 2023 gefasst werden, damit das Programm zügig in die Umsetzung gehen kann. Einige Maßnahmen werden bereits parallel zum finalen Abstimmungsprozess für das Programm angestoßen.

Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) hat das Programm bereits ein wenig genauer unter die Lupe genommen und eine Einschätzung veröffentlicht. Sie ist hier einzusehen.

 

 

Das obige Textmaterial stammt aus der Pressemitteilung des Umweltbundesministeriums sowie aus dem Online-Beitrag des "Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. - VBIO".

Weiterlesen

11. Stadtputztag Osnabrück

Auch in diesem Jahr hat sich eine kleine Gruppe von Klimabotschafter:innen erneut auf den Weg gemacht und im Rahmen des 11. Stadtputztages Osnabrück die Natur von Müll aller Art - und Größe - befreit. Die Route entlang der Nette und der Vehrter Landstraße ist inzwischen fest etabliert und den meisten bekannt. Hochmotiviert haben Sabine Adamaschek, Simon Clausing, Tanja Jettkant, Uta Szag und Lea de Vries unter der Leitung von Birgit Rademacher also am Samstag, dem 17. September, zu den Handschuhen und Müllzangen gegriffen.

Bereits nach wenigen Metern konnten zusätzlich zum Verpackungsmüll und den vereinzelten Glasflaschen die ersten großen Funde geborgen werden: zwei Drahtzäune und ein Fahrrad. Letzteres leider nicht mehr funktionstüchtig. Später gesellten sich durch das genaue Spähen ins Gebüsch an der Vehrter Landstraße auch ein Aktenkoffer, ein alter Nähtisch und sogar ein Fenster dazu.

Dank des tollen Wetters war außerdem ein kleines Picknick auf der Hälfte der Strecke möglich. Pizzaschnecken, Kuchen und warme Getränke erwiesen sich als hervorragende Energiequelle und machten es mit möglich, die gute Laune zu Beginn über insgesamt drei Stunden aufrecht zu erhalten.

 

Foto: Die Gruppe der Klimabotschafter:innen nach erfolgreicher Sammelaktion, hinter der Kamera: Simon Clausing

Fotoquelle: Stadt Osnabrück, Birgit Rademacher (17.09.2022)

Weiterlesen

Die Gemeinde beteiligt sich am Weltaufräumtag

Am Samstag (17. September) fand der alljährliche „World Cleanup Day“ – also der „Weltaufräumtag“ – statt. Auch in Wallenhorst wurde der Aktionstag genutzt, um ordentlich aufzuräumen. Die fünf örtlichen Grundschulen waren bereits in den Tagen zuvor aktiv.

Es kamen nicht so große Mengen an Müll zusammen wie im vergangenen Jahr, lautete das Fazit der Kinder der Johannisschule, Grundschule Lechtingen, Katharinaschule, Erich-Kästner-Schule und St.-Bernhard-Schule. „Das bewerten wir natürlich positiv“, sagt Wallenhorsts Umweltbeauftragte Isabella Markfort. Denn das Ziel der Aktion sei letztlich die Vermeidung bzw. fachgerechte Entsorgung von Müll.

Gefunden und eingesammelt worden seien neben einigen Zigarettenkippen unter anderem Glas, aber auch Handschuhe, Pizzakartons, Einwegbecher und Verpackungsmüll. Am Aktionstag selbst beteiligten sich rund 60 Freiwillige an der Müllsammlung. Mit dabei waren Mitglieder der Grünen-Fraktion, der SPD-Fraktion, des Mühlenvereins Lechtingen, der Kolpingsfamilie, Privatpersonen sowie teilnehmende Schülerinnen und Schüler eines Projekts der Alexanderschule.

Markfort sowie Bürgermeister Otto Steinkamp dankten allen Engagierten und spendierten als kleines Dankeschön einen Mittagsimbiss in Form von Pizza und Getränken. Für die teilnehmenden Grundschulkinder gab es zusätzlich noch ein kleines Geschenk.

 

Das obige Textmaterial stammt aus der Pressemitteilung der Gemeinde Wallenhorst.

Foto: Teilnehmende der Müllsammelaktion am Baubetriebshof in Wallenhorst

Fotoquelle: Gemeinde Wallenhorst, 17.09.2022

Weiterlesen

Stadt Osnabrück misst das Stresslevel bei Radfahrern zur empfundenen Fahrradsicherheit

Das Forschungsprojekt Emotion Sensing für (E-) Fahrradsicherheit und Mobilitätskomfort, kurz ESSEM, des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr geht der Frage nach der empfundenen Sicherheit beim Fahrradfahren nach. Die Stadt Osnabrück wirkt dabei als Modellkommune mit. Nach der erfolgreich abgeschlossenen ersten Datenerhebung geht das Projekt in Osnabrück in die nächste Phase: das sogenannte Emotion Sensing startet. Die 30 Teilnehmenden werden mit Sensoren ausgestattet, um beim Fahrradfahren in Osnabrück das Stresslevel messen zu können.

„Mit der Teilnahme an dem Forschungsprojekt können wir in Osnabrück das gefühlte Wissen um objektive Daten ergänzen“, erklärt Stadtbaurat Frank Otte. Beim Pressetermin am Donnerstag, 15. September, erhielten zwei Teilnehmende der Studie, Rebekka Hoffmann und Philip Erpenbeck aus Osnabrück, ihre Armbänder, die die Hautleitfähigkeit und die Temperatur erfassen. Alle Fahrten und die Emotionen werden in zwei Messphasen, vom 12. bis 25. September, und vom 26. September bis 9. Oktober, anonymisiert erhoben. Smartphones dienen dabei als Fahrtentagebuch. Dr. Peter Zeiler, Senior Researcher des Karlsruher Instituts für Technologie: „Wir finden in Osnabrück ein hervorragendes Umfeld, um zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Verwaltung neuartige Sensordaten zu generieren und zu neuen Erkenntnissen zu kommen.“ Gesamtprojektleiter Nicolaj Motzer, Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, Universität Stuttgart, ergänzt: „Wir freuen uns, dass ESSEM in Osnabrück endlich losgeht. Das gesamte Projektteam ist schon sehr auf die Ergebnisse der Datenerhebung gespannt.“

„Als Radfahrclub der Alltagsradler*innen weiß der ADFC um die Wichtigkeit subjektiver Sicherheit. Dennoch sind objektive Daten wichtig, um effektiv die Radfahrbedingungen zu verbessern. Wir freuen uns, durch Mitarbeit in diesem Projekt beides zusammenbringen zu können. Damit Radfahren für alle Altersgruppen und Fitnesslevel möglich wird“, sagt Carolina Mazza, Projektkoordinatorin beim Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC).

Wie geht es weiter? Die Ergebnisse werden in den Wintermonaten von den wissenschaftlichen Partnern, Universität Stuttgart, Paris Lodron Universität Salzburg, Karlsruher Institut für Technologie, aufbereitet. Verschiedene Teams in der Stadtverwaltung können die Ergebnisse dann für ihre Planungen nutzen: So könnte unter anderem das Team Rad der Stadt Osnabrück die Informationen für die Identifikation von Maßnahmen in der Infrastrukturplanung verwenden. Die Radverkehrsplanung kann dann neben Daten zur objektiven Sicherheit (Unfallzahlen), fachlichen Vorgaben (Richtlinien, Empfehlungen, Standards) und Ideen aus der Bevölkerung (Runder Tisch Radverkehr, Bürgerforen) auf Daten zur subjektiven Sicherheit wie zum Beispiel Stress bei engem Überholen zurückgreifen. Durch Kartierung der Stresshotspots könnten bereits geplante Maßnahmen zusätzlich begründet oder bisher unbekannte Stresspunkte identifiziert werden.

Wer noch mitmachen möchte, kann sich unter https://www.essem-projekt.org/ anmelden

Foto: Rebekka Hoffmann, Teilnehmerin an der ESSEM-Studie, hat ihr Armband für die Emotionsmessungen erhalten, um Stressorte beim Fahrradfahren in Osnabrück zu identifizieren. (Fotoquelle: Stadt Osnabrück, Nina Hoss, September 2022)

Weiterlesen

Nachzucht und Auswilderung der Feldhamster

Seit knapp einem Jahr beteiligt sich der Zoo Osnabrück an dem Projekt des Opel-Zoo in Kronberg, das es sich zur Aufgabe gemacht hat die vom Aussterben bedrohten Feldhamster für die Auswilderung zu züchten. Schon in diesem Jahr sind die ersten Erfolge des Auswilderungsprojektes zu verzeichnen.

„Das Projekt entpuppt sich schon jetzt als voller Erfolg: Unsere Feldhamster haben ihren ersten Nachwuchs bei uns bekommen und wir konnten die ersten Tiere auswildern“, freut sich Andreas Wulftange, zoologische Leitung im Zoo Osnabrück. Dies ist nicht selbstverständlich, denn die Verpaarung der Nager, die strikte Einzelgänger sind, ist selbst für Experten eine Herausforderung. Von April bis Juli dieses Jahres hat die erste Paarungssaison für Feldhamster im Zoo Osnabrück stattgefunden. Da Feldhamster nur für die Verpaarung zusammenkommen, wurde eine eigene Anlage dafür gebaut, den Rest des Jahres leben die nachtaktiven Nagetiere getrennt voneinander. Ende Juni erblickten gleich sieben Feldhamsterjungtiere das Licht der Welt. Im „Unterirdischen Zoo“ können Besucher einige der älteren ausgewachsenen Tiere entdecken. Der Bereich zur Fortpflanzung und Auswilderung ist nur hinter den Kulissen zu finden, damit die Tiere sich nicht allzu sehr an Menschen gewöhnen.

Auswilderung im Hochtaunuskreis

Ende August wurden drei Feldhamster aus der Zucht des Zoo Osnabrück und neun aus der Zucht des Opel-Zoo Kronberg im Hessischen Freiland ausgewildert. Bereits im Frühjahr hatte die Untere Naturschutzbehörde die Auswilderungsflächen entsprechend vorbereitet. „Eine Auswilderung von Tieren, auch in der heimischen Natur, muss lange geplant werden und das neue Zuhause der Tiere muss gut vorbereitet werden“, erklärt Andreas Wulftange. So soll eine Streifenbepflanzung, bestehend aus verschiedenen Pflanzen wie Getreide, Kürbissen, Sonnenblumen und vielem mehr zum einen für die Deckung und zum anderen für reichliches Futter für die Nager sorgen. Damit den Tieren das Anlegen ihrer Baue erleichtert wird, wurden Erdlöcher vorgebohrt, die mit Kameras versehen sind. Dank einer solchen Kamera war es im Juni möglich, die ersten im Freiland geborenen Jungtiere zu sichten, die aus dem Auswilderungsprogramm stammen.

Zusammenarbeit mit dem Opel-Zoo Kronberg

Seit 2021 unterstützt der Zoo Osnabrück den Opel-Zoo Kronberg bei einem Projekt zur Auswilderung der bedrohten Feldhamster. Im Opel-Zoo werden seit 2018 Feldhamster gezüchtet. „Die Zucht war von Anfang an erfolgreich, sodass mittlerweile über 100 Feldhamster aus dem Opel-Zoo ins Freiland ausgewildert oder zum Aufbau eigener Zuchten an andere Zoologische Gärten abgegeben werden konnten“, freut sich Dr. Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoo, und ergänzt: „Die enge Kooperation mit anderen Zoologischen Gärten und den weiteren Partnern trägt maßgeblich dazu bei, dass wir diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten können“. Geplant ist, auch in den kommenden Jahren Feldhamster auszuwildern, um so die Population in der Natur wieder aufzubauen und zu stärken. 

 

 

Das obige Textmaterial stammt aus einer Mitteilung des Zoo Osnabrücks.

Weiterlesen